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<title>Land Wursten</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Land Wursten</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Das <b>Land Wursten</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Niederdeutsche_Sprache" title="Niederdeutsche Sprache">niederdeutsch</a></span> <span lang="nds-Latn" style="font-style:italic">Land Wussen</span>) ist eine historische Landschaft zwischen <a href="Bremerhaven" title="Bremerhaven">Bremerhaven</a> und <a href="Cuxhaven" title="Cuxhaven">Cuxhaven</a>. Während des Mittelalters bildete es die östlichste Landschaft der <a href="Sieben_Seelande" title="Sieben Seelande">freien friesischen „Seelande“</a>. Heute bildet es, zusammen mit dem östlich angrenzenden <a href="Land_Hadeln" title="Land Hadeln">Land Hadeln</a> und dem jeweiligen Hinterland, einen typischen, relativ geschlossenen Kulturraum innerhalb des <a href="Landkreis_Cuxhaven" title="Landkreis Cuxhaven">Landkreises Cuxhaven</a>.
</p><p>Der Name leitet sich her von dem niederdeutschen Begriff <a href="Wurtsassen" class="mw-redirect" title="Wurtsassen">Wurtsassen</a> oder <i>Wursaten</i>, das heißt „Wurten-Bewohner“. <a href="Warft" title="Warft">Wurten</a> sind künstliche Siedlungshügel, die bis zur Errichtung von <a href="Deich" title="Deich">Deichen</a> in den Marschgebieten der <a href="Nordsee" title="Nordsee">Nordseeküste</a> den einzigen Schutz für Mensch und Vieh vor Hochwasser und <a href="Sturmflut" title="Sturmflut">Sturmfluten</a> boten. Nachdem der Name lange Zeit nur noch eine Landschaftsbezeichnung gewesen war, war er von 1974 bis 2015 als <a href="Samtgemeinde_Land_Wursten" title="Samtgemeinde Land Wursten">Samtgemeinde Land Wursten</a> wieder in den offiziellen Sprachgebrauch zurückgekehrt. Seit 2015 besteht die Einheitsgemeinde <a href="Wurster_Nordseek%C3%BCste" title="Wurster Nordseeküste">Wurster Nordseeküste</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Landschaft">Landschaft</h2></div>

<p>Beim Land Wursten handelt es sich um eine <a href="Marsch_(Schwemmland)" class="mw-redirect" title="Marsch (Schwemmland)">Marsch</a>, die im Westen von der <a href="Nordsee" title="Nordsee">Nordsee</a> und im Osten von der <a href="Hohe_Lieth" title="Hohe Lieth">Hohen Lieth</a>, einem <a href="Geest" title="Geest">Geestrücken</a>, begrenzt wird. Die Gegend ist traditionell landwirtschaftlich geprägt. Heute dominiert Grünlandwirtschaft mit Milchviehhaltung. Die Beetstruktur vieler Wirtschaftsflächen zeigt jedoch, dass hier früher (bis Mitte des 19.&nbsp;Jahrhunderts) auch viel Ackerbau betrieben wurde. Die Hohe Lieth, oder Wurster Heide, wird aus Schmelzwasserablagerungen und Geschiebe-Lehmen der <a href="Pleistoz%C3%A4n" title="Pleistozän">pleistozänen</a> <a href="Saale-Kaltzeit" class="mw-redirect" title="Saale-Kaltzeit">Saale-Kaltzeit</a> gebildet. Am Rande der Geest liegen die Orte <a href="Midlum_(Wurster_Nordseek%C3%BCste)" title="Midlum (Wurster Nordseeküste)">Midlum</a>, <a href="Hol%C3%9Fel" title="Holßel">Holßel</a>, <a href="Sievern" title="Sievern">Sievern</a> und <a href="Langen_(Geestland)" title="Langen (Geestland)">Langen</a>.
</p><p>Entwässert wird das Land durch mehrere natürliche und künstliche Wasserläufe, deren Mündungen in die Weser mit <a href="Schleuse" title="Schleuse">Schleusen</a> (Sielen) gesichert sind. Dort befinden sich die typischen, kleinen Fischerhäfen (Tiefs) von <a href="Spieka" title="Spieka">Spieka</a>, <a href="Dorum" title="Dorum">Dorum</a>, und <a href="Wremen" title="Wremen">Wremen</a>. Die Kutter fischen vor allem in dem ausgedehnten Wattgebiet vor der Küste nach Krabben und Schollen. Wichtigste Einnahmequelle ist jedoch der Seebäder-<a href="Tourismus" title="Tourismus">Tourismus</a>.
</p><p>Das Wurster Watt ist Teil des <a href="Nationalpark" title="Nationalpark">Nationalparks</a> <a href="Nationalpark_Nieders%C3%A4chsisches_Wattenmeer" title="Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer">Niedersächsisches Wattenmeer</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>


<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Geschichte_von_Hadeln_und_Wursten" title="Geschichte von Hadeln und Wursten">Geschichte von Hadeln und Wursten</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittelalter">Mittelalter</h3></div>
<p>Wie die umfangreichen archäologischen Ausgrabungen in der Wurtensiedlung <a href="Feddersen_Wierde" title="Feddersen Wierde">Feddersen Wierde</a> zeigen, gehörte das östliche Mündungsgebiet der <a href="Weser" title="Weser">Weser</a> ursprünglich zum <a href="Sachsen_(Volk)" title="Sachsen (Volk)">altsächsischen</a> Siedlungsgebiet. Erst Anfang des 8.&nbsp;Jahrhunderts wurde der Landstrich von <a href="Friesen" title="Friesen">Friesen</a> besiedelt. Die ersten christlichen Missionare kamen mit <a href="Willehad" title="Willehad">Willehad</a>, dem ersten Bischof von Bremen. Aber erst seit der Taufe des Herzogs <a href="Widukind_(Sachsen)" title="Widukind (Sachsen)">Widukind</a> im Jahr 785 errangen sie größere Erfolge.
</p><p>Nach dem Ende der <a href="Wikinger" title="Wikinger">Wikingereinfälle</a> mehrten sich ab dem 11.&nbsp;Jahrhundert immer mehr Anzeichen für eine Verselbstständigung des Landes Wursten. Weder die Erzbischöfe von Bremen, noch die <a href="Askanier" title="Askanier">askanischen</a> Herzöge von <a href="Herzogtum_Sachsen-Lauenburg" title="Herzogtum Sachsen-Lauenburg">Sachsen-Lauenburg</a>, denen das benachbarte Land Hadeln gehuldigt hatte, konnten ihre Ansprüche auf das Land Wursten effektiv durchsetzen. Stattdessen nahm die friesische Bevölkerung nicht nur die Eindeichung und Urbarmachung des Landes selbst in die Hand, sondern auch die Verwaltung und die Gerichtsbarkeit. Bis in das Hochmittelalter hinein beanspruchte das Land Wursten als <a href="Bauernrepublik" title="Bauernrepublik">Bauernrepublik</a> das Recht der <a href="Friesische_Freiheit" title="Friesische Freiheit">Friesischen Freiheit</a> und schickte seine Vertreter zum jährlichen <a href="Thing" title="Thing">Thing</a> am <a href="Upstalsboom" title="Upstalsboom">Upstalsboom</a> bei <a href="Aurich" title="Aurich">Aurich</a>.
</p><p>Im 13.&nbsp;Jahrhundert gelang es den Wurtfriesen schließlich, die letzten verbliebenen <a href="Feudalismus" title="Feudalismus">Feudalherren</a> aus ihrem Gebiet zu verdrängen. Die Herren von Bederkesa, die mit dem Land Wursten <a href="Fehde" title="Fehde">Fehde</a> führten, um ihre Gerichtshoheit durchzusetzen, wurden 1256 unter schweren Verlusten zurückgeschlagen. Ein Kloster, das die Herren von Diepholz gegründet hatten, die bei Midlum größere Ländereien besaßen, musste 1282 außer Landes verlegt werden. Spätere Anerkennungen der Oberhoheit der Herzöge von Sachsen-Lauenburg oder der Erzbischöfe von Bremen durch die Richter und Schulzen des Landes Wursten waren kaum mehr als formelle Lippenbekenntnisse. Allerdings konnte der <a href="Propst" title="Propst">Propst</a> von Hadeln-Wursten 1310 das wichtige Recht der Pfarrerwahl an sich reißen, das zuvor bei den „16 Ratgebern“ der Wurster Kirchspiele gelegen hatte.
</p><p>Im Laufe des 14.&nbsp;Jahrhunderts verbündeten sich auch die aufstrebenden Hansestädte <a href="Hamburg" title="Hamburg">Hamburg</a> und <a href="Bremen" title="Bremen">Bremen</a> in ihren Fehden mit den lokalen Feudalherren, wie den Herren von Bederkesa, oder den <a href="Ritter_von_der_Lappe" class="mw-redirect" title="Ritter von der Lappe">Lappes</a> in <a href="Ritzeb%C3%BCttel" title="Ritzebüttel">Ritzebüttel</a> (heute <a href="Cuxhaven" title="Cuxhaven">Cuxhaven</a>), gerne mit den kriegerischen Wurtfriesen. Während in anderen Teilen <a href="Frieslande" title="Frieslande">Frieslands</a> bereits lokale <a href="Ostfriesische_H%C3%A4uptlinge" title="Ostfriesische Häuptlinge">Häuptlingsfamilien</a> die Herrschaft an sich rissen, blieb im Land Wursten die Selbstverwaltung der 16 Ratgeber weitgehend intakt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Unterwerfung_des_Landes_Wursten">Unterwerfung des Landes Wursten</h3></div>
<p>Erst 1444 begann der Stern des Landes zu sinken. Ganz Wursten wurde damals wegen Strandraubs an Hamburger Gütern vom Erzbischof für sieben Jahre mit dem <a href="Kirchenbann" class="mw-redirect" title="Kirchenbann">Kirchenbann</a> belegt. In der zweiten Hälfte des 15.&nbsp;Jahrhunderts kam es mehrmals zu Auseinandersetzungen zwischen den Wurtfriesen und der nunmehr hamburgischen Besatzung von <a href="Schloss_Ritzeb%C3%BCttel" title="Schloss Ritzebüttel">Schloss Ritzebüttel</a>. Auch der askanische Herzog Johann IV. von Sachsen-Lauenburg besann sich wieder auf seine alten Ansprüche auf das Land. Sein voreiliger Eroberungsversuch wurde jedoch 1484 von den Wurstern energisch abgeschlagen.
</p><p>Am Ende des Jahrhunderts gerieten die Wurtfriesen jedoch zwischen alle Fronten der aufstrebenden Territorialherrscher. Sowohl Herzog <a href="Magnus_von_Sachsen-Lauenburg" title="Magnus von Sachsen-Lauenburg">Magnus von Sachsen-Lauenburg</a> als auch Graf Johann von Oldenburg sowie der Rat der Stadt Bremen versuchten ihren Einfluss auf das Land Wursten auszudehnen. In dieser heiklen Situation wandten sich die 16 Ratgeber an den Erzbischof <a href="Johann_III._Rode_von_Wale" class="mw-redirect" title="Johann III. Rode von Wale">Johann Rohde</a> um Hilfe und akzeptierten dessen Oberherrschaft. Ende 1499 wagte Herzog Magnus dennoch eine Invasion, erlitt jedoch bei <a href="Weddewarden" title="Weddewarden">Weddewarden</a> eine überraschende Niederlage.
</p><p>Der kriegerische Nachfolger Johann Rohdes, Erzbischof <a href="Christoph_von_Braunschweig-L%C3%BCneburg" class="mw-redirect" title="Christoph von Braunschweig-Lüneburg">Christoph</a>, dachte aber überhaupt nicht daran, sich mit dieser moderaten Art der Herrschaft über das Land Wursten zufriedenzugeben. Im Dezember 1517 schickte er ein enormes Söldnerheer in das Land. Nach energischem, aber vergeblichem Widerstand unterlagen die Wurster in der <a href="Schlacht_am_Wremer_Tief" title="Schlacht am Wremer Tief">Schlacht am Wremer Tief</a>. In dieser Schlacht fiel auch die Fahnenjungfer <a href="Tjede_Peckes" title="Tjede Peckes">Tjede Peckes</a>. Unter dem Druck der maßlosen Forderungen des Erzbischofs brach jedoch bereits im folgenden Jahr ein Aufstand aus, der sich rasch in die angrenzenden Gebiete des Erzbistums ausbreitete. Danach liefen die Wurster zu ihrem ehemaligen Gegner, dem Herzog Magnus, über.
</p><p>Erst 1524 konnte der Erzbischof wieder genügend Kriegsknechte sammeln, um Wursten zurückzuerobern. In der Entscheidungsschlacht auf dem Kirchhof von <a href="Mulsum_(Wurster_Nordseek%C3%BCste)" title="Mulsum (Wurster Nordseeküste)">Mulsum</a> unterlagen die Wurster endgültig. Das Land wurde geplündert und verwüstet. Ein halbherziger Gegenangriff des Herzogs Magnus misslang. Der Erzbischof beseitigte die bisherige Selbstverwaltung und die Verfassung restlos, und von nun an war das Land Wursten ein fester Bestandteil des Erzbistums. Wegen seiner ständigen Geldnöte ließ der greise Erzbischof Christoph das Land Wursten 1557 noch ein weiteres Mal plündern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Neuzeit">Neuzeit</h3></div>

<p>Trotz des Verlustes ihrer politischen Unabhängigkeit kamen die Wurster Bauern bald wieder zu Wohlstand. Auch die Anzahl von kleinen <a href="Sielhafen" title="Sielhafen">Sielhäfen</a>, die wegen der tückischen Gewässer in der Wesermündung kaum von Ortsunkundigen kontrolliert werden konnten, erwies sich weiterhin als Vorteil für das Land. In den 70er Jahren des 16.&nbsp;Jahrhunderts kam auf diese Weise der <a href="Piraterie" title="Piraterie">Freibeuter</a> Hans Abels aus <a href="Misselwarden" title="Misselwarden">Misselwarden</a> zu Reichtum und Ansehen.
</p><p>Im Laufe des <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieges</a> kämpften die Wurster zusammen mit den Hadlern gelegentlich gegen die Kaiserlichen. Die letzten (protestantischen) Erzbischöfe bemühten sich jedoch meist erfolgreich darum, das Erzstift aus den kriegerischen Auseinandersetzungen herauszuhalten. Nach dem <a href="Westf%C3%A4lischer_Frieden" class="mw-redirect" title="Westfälischer Frieden">Westfälischen Frieden</a> von 1648 wurde das <a href="Bistum_Bremen" class="mw-redirect" title="Bistum Bremen">Bistum Bremen</a> säkularisiert und fiel an Schweden. Anschließend wurde die Region in die lang anhaltenden Konflikte zwischen <a href="D%C3%A4nemark" title="Dänemark">Dänemark</a> und <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a> um die Hegemonie in Nordeuropa hineingezogen (<a href="Nordische_Kriege" title="Nordische Kriege">Nordische Kriege</a>).
</p><p>1719 ging das Land Wursten, zusammen mit dem <a href="Bremen-Verden" title="Bremen-Verden">Herzogtum Bremen-Verden</a>, in hannöverschen Besitz über und teilte in der Folge das wechselvolle Schicksal Kur-Hannovers. In der Zeit der napoleonischen Besetzung Norddeutschlands, und der Handelsblockade gegen Großbritannien (die so genannte <a href="Kontinentalsperre" title="Kontinentalsperre">Kontinentalsperre</a>), von 1806 bis 1813, wurden die kleinen Sielhäfen im Land Wursten ausgiebig von <a href="Schmuggel" title="Schmuggel">Schmugglern</a> genutzt. Nach dem Untergang der französischen Armee in Russland beteiligten sich auch die Wurster an den <a href="Anton_Biehl#Freiheitskampf" title="Anton Biehl">Aufständen gegen die Besatzer</a> und vertrieben die französischen Zöllner und Gendarmen aus Dorum.
</p><p>Nach dem <a href="Deutscher_Krieg" title="Deutscher Krieg">Deutschen Krieg</a> wurde das <a href="K%C3%B6nigreich_Hannover" title="Königreich Hannover">Königreich Hannover</a> zur preußischen <a href="Provinz_Hannover" title="Provinz Hannover">Provinz Hannover</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kultur_und_Sehenswürdigkeiten"><span id="Kultur_und_Sehensw.C3.BCrdigkeiten"></span>Kultur und Sehenswürdigkeiten</h2></div>

<p>Wursten ist historisch ein Teil <a href="Frieslande" title="Frieslande">Frieslands</a>. Wie die meisten anderen <a href="Ostfriesische_Sprache" title="Ostfriesische Sprache">ostfriesischen Dialekte</a> ist die alte Sprache der Wurtfriesen jedoch bereits lange ausgestorben. Allerdings konnte sich das <a href="Wurster_Friesisch" title="Wurster Friesisch">Wurster Friesisch</a> relativ lange halten, noch gegen Ende des 17.&nbsp;Jahrhunderts wurden Reste dieses eigentümlichen Dialekts aufgezeichnet. Ersetzt wurde das Friesische durch <a href="Niederdeutsche_Sprache" title="Niederdeutsche Sprache">niederdeutsche</a> Dialekte, die auch heute noch gesprochen werden. Wursten ist im internationalen <a href="Friesenrat" title="Friesenrat">Friesenrat</a> in der Sektion Ost vertreten.
</p><p>Wie der folgende Spottvers des 18.&nbsp;Jahrhunderts zeigt, galten die Wurster Friesen bei ihren Nachbarn als stolz und trinkfest.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote lang="nds" style="margin:0;">
<p>“Dack un Gebel open,<br>Dach un Nach besopen,<br>Vör’t Hus groot Wapen,<br>So kann’ den Wurster drapen.”
</p>
</blockquote>
<blockquote style="margin:.5em 0 0 0;" lang="de-Latn">
<p>„Dach und Giebel offen,<br>Tag und Nacht besoffen,<br>Am Haus ein großes Wappen,<br>So kann man den Wurster treffen.“
</p>
</blockquote></div></div>
<p>Außerdem hatten sie sich durch ihre kriegerische Vergangenheit einen gewissen Ruf als Raufbolde erworben. Im Gegensatz zur obigen Anspielung standen die Kirchen und die wohlhabenden Marschenhöfe denen in anderen Marschengebieten aber in nichts nach. Die Bauernhäuser zeigen in der Regel den Grundriss des <a href="Hallenhaus" title="Hallenhaus">Niederdeutschen Hallenhauses</a>. Mischformen mit friesischen Hausformen sind selten. Anders als im Land Hadeln oder im <a href="Stadland" title="Stadland">Stadland</a> sind Fachwerkgiebel jedoch bereits sehr selten. Stattdessen sind die Häuser meist vollständig in Backstein ausgeführt.
</p>
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</style><div class="thumb vl-mehrere-bilder" style="width:462px;"><div class="thumbinner"><div class="vl-mehrere-bilder-horizontal" style="width:224px;"><div class="thumbimage"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption"><a href="Willehadi-Kirche_(Wremen)" title="Willehadi-Kirche (Wremen)">Willehadi-Kirche (Wremen)</a></div></div><div class="vl-mehrere-bilder-horizontal" style="width:224px;"><div class="thumbimage"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption"><a href="St.-Urbanus-Kirche_(Dorum)" title="St.-Urbanus-Kirche (Dorum)">St.-Urbanus-Kirche (Dorum)</a></div></div><div style="clear:both;"></div>
<div style="clear:both;"></div>
</div></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sagen_und_Legenden">Sagen und Legenden</h2></div>
<ul><li><i>Vom Bau des Wurster Seedeichs</i></li>
<li><i>Das Adlerwappen</i></li>
<li><i>Der starke Friese</i></li>
<li><i>Die Teufelsscheune</i></li>
<li><i>Alle Schuld rächt sich auf Erden</i></li>
<li><i>Vom Kind und der Katz</i></li>
<li><i>Knechtsand</i></li>
<li><i>Das gütige Wasserloch hinter der Scheune</i></li></ul>
<p>(Quelle unter:<sup id="cite_ref-Hake_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Hake-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>)
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Wurster_Nordseek%C3%BCste" title="Wurster Nordseeküste">Wurster Nordseeküste</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>

<ul><li><a href="Gustav_von_der_Osten" title="Gustav von der Osten">Gustav von der Osten</a> (Verf.), Robert Wiebalck (Mitarb.): Geschichte des Landes Wursten (= Jahrbuch der Männer vom Morgenstern Nr. 25 für 1930/31 und 1931/32), mit 2 Karten Beilagen und Zeichnungen von Wilhelm Frenssen, 2., neu bearbeitete und ergänzte Auflage, Wesermünde&nbsp;: Verlag der Männer vom Morgenstern, 1932</li>
<li><a href="Erich_von_Lehe" title="Erich von Lehe">Erich von Lehe</a>: <cite style="font-style:italic">Geschichte des Landes Wursten</cite>. Bremerhaven 1973.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Land+Wursten&amp;rft.au=Erich+von+Lehe&amp;rft.btitle=Geschichte+des+Landes+Wursten&amp;rft.date=1973&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Bremerhaven" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Fritz Hörmann u.&nbsp;a.: <cite style="font-style:italic">Flurnamensammlung Wesermünde – Die Flurnamen des Grundsteuerkatasters von 1876</cite>. Hrsg.: Kulturstiftung der Kreissparkasse Wesermünde (=&nbsp;<cite style="font-style:italic">Sonderveröffentlichungen der <a href="M%C3%A4nner_vom_Morgenstern" title="Männer vom Morgenstern">Männer vom Morgenstern</a>, Heimatbund an Elb- und Wesermündung e.&nbsp;V.</cite> <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>27</span>). Männer vom Morgenstern Verlag, Bremerhaven 1995, ISBN 3-931771-27-X (<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20071026041318/http://www.m-v-m.de/maenner-v-morgenstern/download/flurnamen-2005.pdf">Digitalisat</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 26. Oktober 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) [PDF; <span style="white-space:nowrap">431<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>kB</span>; abgerufen am 14.&nbsp;März 2019] S.&nbsp;12–13).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Land+Wursten&amp;rft.au=Fritz+H%C3%B6rmann+u.+a.&amp;rft.btitle=Flurnamensammlung+Weserm%C3%BCnde+-+Die+Flurnamen+des+Grundsteuerkatasters+von+1876&amp;rft.date=1995&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=393177127X&amp;rft.place=Bremerhaven&amp;rft.pub=M%C3%A4nner+vom+Morgenstern+Verlag&amp;rft.series=Sonderver%C3%B6ffentlichungen+der+M%C3%A4nner+vom+Morgenstern%2C+Heimatbund+an+Elb-+und+Weserm%C3%BCndung+e.+V." style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Jens Dircksen, Claudia Dircksen (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Land Wursten. Bilder aus der Geschichte einer Marsch</cite>. Bremerhaven 2007.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Land+Wursten&amp;rft.btitle=Land+Wursten.+Bilder+aus+der+Geschichte+einer+Marsch&amp;rft.date=2007&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Bremerhaven" style="display:none">&nbsp;</span></li>
<li>Michael Ehrhardt: <cite style="font-style:italic">„Dem großen Wasser allezeit entgegen“. Zur Geschichte der Deiche in Wursten</cite>. Stade 2007.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Land+Wursten&amp;rft.au=Michael+Ehrhardt&amp;rft.btitle=%E2%80%9EDem+gro%C3%9Fen+Wasser+allezeit+entgegen%E2%80%9C.+Zur+Geschichte+der+Deiche+in+Wursten&amp;rft.date=2007&amp;rft.genre=book&amp;rft.place=Stade" style="display:none">&nbsp;</span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Land_Wursten?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Land Wursten</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikivoyage"></span></span></div><b><a href="https://de.wikivoyage.org/wiki/Land_Wursten" class="extiw external" title="voy:Land Wursten">Wikivoyage: Land Wursten</a></b>&nbsp;– Reiseführer</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://wursternordseekueste.de/">Offizielle Homepage der Einheitsgemeinde Wurster Nordseeküste</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://ediss.sub.uni-hamburg.de/bitstream/ediss/607/1/Dissertation.pdf">Volker Gabriel: <i>Rechts- und Gerichtswesen im Lande Wursten vom Ausgang des Mittelalters bis ins 17.&nbsp;Jahrhundert</i>. Dissertation 2004</a> (PDF; 1,3&nbsp;MB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.niedersaechsische-bibliographie.de/REL?PPN=1042622620">Literatur über das Land Wursten</a> in der <a href="Nieders%C3%A4chsische_Bibliographie" title="Niedersächsische Bibliographie">Niedersächsischen Bibliographie</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Hake-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Hake_1-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
Eberhard Michael Iba, Heide Gräfing-Refinger: <cite style="font-style:italic">Hake Betken siene Duven. Das große Sagenbuch aus dem Land an Elb- und Wesermündung</cite>. Hrsg.: <a href="M%C3%A4nner_vom_Morgenstern" title="Männer vom Morgenstern">Männer vom Morgenstern</a>, Heimatbund an Elb- und Wesermündung (=&nbsp;<cite style="font-style:italic">Neue Reihe der Sonderveröffentlichungen des Heimatbundes der Männer vom Morgenstern</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>16</span>). 3. Auflage. Eigenverlag, Bremerhaven 1999, ISBN 3-931771-16-4, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>125–132</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Land+Wursten&amp;rft.au=Eberhard+Michael+Iba%2C+Heide+Gr%C3%A4fing-Refinger&amp;rft.btitle=Hake+Betken+siene+Duven.+Das+gro%C3%9Fe+Sagenbuch+aus+dem+Land+an+Elb-+und+Weserm%C3%BCndung&amp;rft.date=1999&amp;rft.edition=3.&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=3931771164&amp;rft.pages=125-132&amp;rft.place=Bremerhaven&amp;rft.pub=Eigenverlag&amp;rft.series=Neue+Reihe+der+Sonderver%C3%B6ffentlichungen+des+Heimatbundes+der+M%C3%A4nner+vom+Morgenstern" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
</ol>
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Normdaten&nbsp;(Geografikum): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4067095-8">4067095-8</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/234144148/">234144148</a></span> </div>
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